Alle Teams waren angetreten, die Zuschauer zufrieden, die Spiele packend, die Sportkameraden fair – und am Ende gewann auch noch der Gastgeber das Turnier. Besser hätte man das Drehbuch für das Jubiläumsturnier kaum schreiben können.
Zum 50. Mal seit 1971 lud die AH‑Traditionsmannschaft des FSV Oggersheim am Samstag, den 31. Januar 2026, zu ihrem traditionellen Ü40‑Hallenfußballturnier in die Sporthalle der Integrierten Gesamtschule Ludwigshafen‑Oggersheim (IGSLO) ein. Die Bilanz des unter dem Namen unseres kürzlich verstorbenen Gründers und Ehrenvorsitzenden Karlheinz Loch ausgetragenen „Karlheinz‑Loch‑Gedächtnisturniers“: 12 Mannschaften, 113 Spieler und 125 erzielte Tore in 26 Spielen.
Wieder einmal wurde in spannenden und überaus fairen Begegnungen um den begehrten Wanderpokal gespielt. Der Ludwigshafener SC, der kurzfristig für die SG Tal eingesprungen war, nahm erfreulicherweise nach längerer Pause wieder teil und bot – ebenso wie der Turnier‑Neuling SKV Sandhofen – technisch wie spielerisch sehr ansehnlichen Fußball.
Eine große Herausforderung schienen im Vorfeld die aktuellen Hallenregeln in Anlehnung an das Futsal‑Regelwerk zu werden. Vor allem die Rückpassregel bereitete einigen Mannschaften zunächst Schwierigkeiten. Nach kurzen Startproblemen kamen jedoch alle Teams gut damit zurecht, und die Befürchtung, dass es durch kumulierte Fouls Strafstöße „hageln“ würde, erwies sich als unbegründet. Nach dem fünften und jedem weiteren Foul gibt es gemäß Regelwerk einen 9‑Meter. Lediglich in einem Spiel wurden zwei Strafstöße verhängt – einer nach dem fünften und ein weiterer nach dem sechsten Foul.
In Gruppe A setzte sich in der Vorrunde die Traditionsmannschaft des Gastgebers FSV Oggersheim mit drei Siegen und damit neun Punkten eindrucksvoll als Tabellenführer durch. Ebenfalls für das Viertelfinale qualifizierten sich der SV Schauernheim mit sechs Punkten als Gruppenzweiter sowie die SG Lampertheim mit drei Punkten als zweitbester Gruppendritter. Ohne Punktgewinn schied der BSC Oppau aus.
In Gruppe B war die Lage enger, doch auch hier erreichten drei Teams die K.o.-Runde: Die Arminia Old‑Boys als Gruppensieger mit sechs Punkten, gefolgt vom SKV Sandhofen mit fünf Punkten und dem Vorjahressieger LSG Ludwigshafen als bestem Gruppendritten mit vier Punkten. Der Turnier‑Neuling Croatia Ludwigshafen schied mit einem Punkt aus.
In Gruppe C dominierte der Ludwigshafener SC mit neun Punkten und sicherte sich klar den Gruppensieg. Dahinter folgte Harmonia Waldhof mit vier Punkten. Für die TSG Eisenberg (drei Punkte, aber schlechteres Torverhältnis als der zweitbeste Gruppendritte) und den VfR Friesenheim (ein Punkt) reichte es nicht zum Weiterkommen.
Für Unterhaltung sorgte in der Turnierpause das Spiel „Der Pausenschuss“. 16 Teilnehmer – darunter drei Kinder – stellten ihre Schusstechnik unter Beweis. Ziel war es, den Ball von der Schusslinie aus direkt ins Tor zu befördern, ohne dass er zuvor Boden, Latte oder Pfosten berührt. Die drei Kinder erreichten allesamt mindestens die vierte Runde – ein Kunststück, das nur einem erwachsenen Teilnehmer gelang. Ab Runde fünf machten Randy Röder und Luis Schneider den Sieg unter sich aus. Am Ende setzte sich der elfjährige Luis (nicht ganz ohne Mithilfe seines Gegners) in der achten Runde durch und durfte sich über einen Ball sowie einen großzügigen Verzehrgutschein freuen.
Im ersten Viertelfinale traf der FSV Oggersheim auf die SG Lampertheim und setzte sich souverän mit 5:0 durch. Die zweite Partie zwischen dem SKV Sandhofen und dem Ludwigshafener SC war deutlich ausgeglichener und endete 2:2. Im Neunmeterschießen behielt Sandhofen erst in der achten Runde mit 10:9 die Oberhand. Im dritten Viertelfinale gewann die LSG Ludwigshafen überzeugend mit 4:1 gegen den SV Schauernheim. Spannend wurde es erneut zwischen den Arminia Old‑Boys und Harmonia Waldhof. In einer offenen Partie mit ständig wechselnden Spielanteilen setzten sich die Arminen schließlich knapp mit 4:3 durch.
Auch das erste Halbfinale zwischen dem FSV Oggersheim und dem SKV Sandhofen war hart umkämpft und endete 2:2. Im Neunmeterschießen behielt der Gastgeber mit 5:3 die Nerven und zog ins Finale ein. Im zweiten Halbfinale begann die Partie zwischen der LSG Ludwigshafen und den Arminia Old‑Boys ausgeglichen, doch mit zunehmender Spieldauer übernahm die LSG das Kommando und gewann am Ende deutlich mit 5:2.
Im „kleinen Finale“ merkte man den verletzungsbedingt dezimierten Arminia Old‑Boys die fehlende Kraft an. Der SKV Sandhofen spielte stark auf und gewann verdient mit 6:2.
Im Endspiel standen sich mit dem FSV Oggersheim und dem Titelverteidiger LSG Ludwigshafen die beiden stärksten Mannschaften des Turniers gegenüber. In einem spannenden und zunächst ausgeglichenen Finale sorgten sehenswerte Treffer sowie herausragende Paraden des Oggersheimer Keepers Christian Roßbach für einen letztlich verdienten 4:2‑Sieg der Gastgeber. Mit diesem Erfolg gewinnen die Hausherren nicht nur ihr eigenes Jubiläumsturnier, sondern übernehmen mit nun sieben Turniersiegen auch die alleinige Führung in der ewigen Bestenliste – dicht gefolgt von Arminia Ludwigshafen (sechs Turniersiege).
Einen kleinen Wermutstropfen gab es dennoch: Der Schauernheimer Spieler Muharrem Altuntasoglu verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung schwer und musste mit einem Achillessehnenriss ins Krankenhaus gebracht werden. Wir wünschen ihm schnelle und vollständige Genesung.
Dass das Turnier insgesamt fair und friedlich verlief, ist nicht zuletzt den drei hervorragend leitenden Schiedsrichtern Detlef von Götzendorf, Ali Uzun und Vittorio Malizia zu verdanken.
Bei der Siegerehrung teilten sich zwei Spieler die Torschützenkrone: Matthias Nothaft (Arminia Old‑Boys) und Ronny Röder (FSV Oggersheim) erzielten jeweils sieben Treffer.
Als bester Torhüter wurde Christian Roßbach (FSV Oggersheim) ausgezeichnet, der mit seinen Paraden maßgeblich zum Turniersieg beitrug.
Auch der Pokal für den besten Turnierspieler wurde doppelt vergeben: Benjamin Stracke (LSG Ludwigshafen) und Aylan Bahattin (FSV Oggersheim) durften sich gleichermaßen über die Auszeichnung freuen.
Kurzfristig rief die Turnierleitung zudem einen Preis für die fairste Mannschaft ins Leben. Der hierfür ausgelobte Kasten MAYER’S Kellerbier ging an den SKV Sandhofen, der mit durchschnittlich nur einem Foul pro Spiel unangefochten an der Spitze lag.
Mehrere Mannschaften kündigten bereits an, im kommenden Jahr wieder teilnehmen zu wollen – darunter auch der „Neuling“ SKV Sandhofen. Für uns als Veranstalter ist das ein großes Kompliment und zeigt, dass sich die Mühe lohnt und von den Teams geschätzt wird.
Für den reibungslosen Ablauf des Turniers sowie die Verpflegung aller Gäste sorgten wie immer die zahlreichen fleißigen Helfer der AH‑Traditionsmannschaft des FSV Oggersheim. Ein besonderes Lob verdient zudem die Turnierleitung um Dieter Baust, Jürgen Klüh, Sascha Rossel und den organisatorischen Leiter Peter Rühl, die das Geschehen jederzeit souverän im Griff hatten und mit großem Engagement dafür sorgten, dass das Jubiläumsturnier ohne jede Unterbrechung oder Verzögerung über die Bühne ging. Ihr umsichtiges Handeln, die klare Kommunikation und das perfekte Zusammenspiel im Hintergrund trugen maßgeblich dazu bei, dass sich alle Mannschaften und Gäste bestens aufgehoben fühlten. Am Ende waren sich alle einig: „Do in Oggerschum isses immer schä – mir kumme nächschtes Johr widder.“
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